Mit großer Vorfreude und viel fotografischer Neugier machte sich unsere Gruppe aus 12 Fotobegeisterten auf den Weg in die Südsteiermark. Über viereinhalb intensive Tage hinweg tauchten wir gemeinsam in eine Region ein, die mit ihrer Vielfalt aus Landschaft, Kultur und Genuss ideale Bedingungen für kreative Fotografie bot.

 

Von stimmungsvollen Aussichtspunkten über geschichtsträchtige Orte bis hin zu liebevoll gepflegten Details abseits der bekannten Wege – wir besuchten zahlreiche, abwechslungsreiche Spots und erlebten die Südsteiermark aus unterschiedlichsten fotografischen Blickwinkeln.

 

Ergänzt wurde die Reise durch gemeinsames Unterwegssein, fachlichen Austausch und inspirierende Begegnungen, die diese Fotoreise zu etwas ganz Besonderem machten.

Demmerkogel -  Weltgrößter Klapotetz, Aussicht und Abendstimmung

Unsere erste Station führte uns am ersten Tag gegen 17 Uhr auf den Demmerkogel – ein perfekter Auftakt mit Weitblick. Besonders im Fokus: der weltgrößte Klapotetz, der sich als markantes Motiv aus verschiedenen Perspektiven fotografieren ließ.

 

Mit dem tiefer werdenden Licht entstanden dabei stimmungsvolle Bilder, teils schon in schönem Sonnenuntergangs-Flair.


Wenn die Sonne aufgeht, wird alles für einen Augenblick still. An der Aussichtswarte am Demmerkogel fangen vier unserer Mitglieder im warmen Gegenlicht das erste Licht des Tages ein – ein Motiv voller Stimmung und Vorfreude.

Stimmungsvoller Sonnenaufgang am Demmerkogel

Sonnenaufgang am Demmerkogel – fotografiert von der Aussichtswarte und genauso eindrucksvoll, wie man ihn sich wünscht. Das erste Licht legt sich über die Landschaft, Farben und Kontraste ändern sich von Minute zu Minute. Ein Moment, der zeigt, warum sich frühes Aufstehen im Verein doppelt lohnt: gemeinsam erleben, gemeinsam festhalten.


Handwerkerdörfl Pichla

Im Handwerkerdörfl Pichla sind wir sprichwörtlich in eine andere Zeit spaziert: ein kleines Dorf, das aus historischen Gebäuden wiedererrichtet wurde – voller originaler Details.


Zwischen Greißlerei, Schmiede, Wagnerei und Schusterwerkstatt gab’s für uns unendlich viele Motive: Holzstrukturen, Werkzeuge, Beschriftungen und diese besondere „Rauchküche“-Atmosphäre.


Perfekt, um als Gruppe bewusst langsam zu fotografieren – und die kleinen Geschichten im Bild zu suchen.


Zwischen den Reben, Kamera im Anschlag: Ein Vereinsmitglied sucht die perfekte Linie und den richtigen Moment. Genau diese kleinen „Arbeits-Szenen“ erzählen oft am schönsten, wie Fotografie auf Reisen wirklich entsteht.

Weinberge - Zwischen Reben und Horizont

Die steirischen Weinberge war für uns ein eigener Programmpunkt – eine schöne Landschaft, die durch ihre Formen und Strukturen in Verbindung mit den Weinreben und den Hügeln sehr viele Möglichkeiten für schöne Fotomotive bieten. An verschiedenen Standorten konnten unsere Vereinsmitglieder mit Perspektiven, Vordergrund und Linienführung arbeiten und so unterschiedliche Bildwirkungen erzielen.

 

Je nach Licht und Blickrichtung entstanden sowohl weite Panoramen als auch ruhigere Detailaufnahmen direkt in den Reben. Dadurch ergab sich eine vielseitige Serie, die den Charakter der Region fotografisch gut einfängt.

 


Herzerlstraße – Himmel über den Reben

An der Herzerlstraße nahe der slowenischen Grenze haben unsere Vereinsmitglieder zwei klassische Ansichten umgesetzt: die geschwungene Straße als klare Linienführung, kombiniert mit Weinreben und weitem Himmel. Durch den ruhigen Bildaufbau und die Landschaftsstruktur entsteht ein starkes Motiv mit viel Tiefe. Die Aufnahmen zeigen, wie gut sich hier mit Perspektive und Blickachse arbeiten lässt.


Viele Blickwinkel, ein Motiv: Unsere Mitglieder beim Fotografieren in Graz – vom Einzelshot bis zur gemeinsamen Motivsuche. So entstehen vor Ort unterschiedliche Bildideen und Perspektiven.

Graz im Sucher – gemeinsam mit dem Knipserklub

Beim Fotowalk mit dem Grazer Knipserklub wurde Graz zur gemeinsamen Spielwiese – nicht laut, sondern konzentriert: Augen offen, Kamera bereit, Ideen im Austausch. Wendeltreppen als Spiralen im Bild, Fassaden als Rhythmus aus Linien und Schatten, und zwischendurch diese Momente, wenn man über die Dächer blickt und plötzlich „die“ Perspektive findet. Genau dafür sind wir als Verein unterwegs: gemeinsam sehen lernen – und jeder bringt sein eigenes Bild nach Hause.

Linien, Details und Strukturen

Architektur & Skyline

 

Unser gemeinsamer Fotowalk startete an der Erzherzog-Johann-Brücke – mit starkem Blick auf Schlossberg, Mur und Murinsel und vielen kleinen Motiven direkt am Weg (Details, Bewegung, Stadtleben). Danach ging’s weiter zum Kunsthaus und zur Murinsel, die sich je nach Licht auch perfekt für spätere Aufnahmen (z. B. Richtung blaue Stunde) eignet.

 

Über den Schlossberg – wahlweise sportlich über die Stufen oder bequem mit dem Lift – haben wir uns immer wieder neue Perspektiven auf die Dächer der Stadt erarbeitet. Der weitere Rundgang führte durch die Altstadt mit markanten Fotospots wie Sporgasse, Doppelwendeltreppe und rund um Dom/Glockenspiel, bevor wir über Herrengasse, Landhaushof und den Hauptplatz den urbanen Bilderbogen abgeschlossen haben.


Tempelmuseum Frauenberg - Zwischen Tempelgrundmauern & Aussicht

Beim Tempelmuseum Frauenberg war der fotografische Reiz die Kombination aus Freigelände, Grundmauern und dem klaren Baukörper des Museums – ideal für Linien, Symmetrien und Detailserien. Das Museum steht direkt auf römischen Fundamenten (Isis-Noreia-Tempel) und führt durch eine lange Besiedelungsgeschichte am Frauenberg.


Für unsere Vereinsrunde ein guter Ort, um bewusst „ruhige“ Motive zu machen: Struktur im Stein, Beschriftungen, Fundstücke und saubere Bildaufteilungen ohne viel Ablenkung.


Schloss Seggau – Burgblick über Leibnitz

Schloss Seggau liegt oberhalb von Leibnitz im südsteirischen Weinland und wirkt durch seine Größe fast wie ein eigener kleiner Komplex. Genau das war für unsere Vereinsgruppe ideal: Motive wechseln schnell von Landschaftsblick und Außenansicht zu ruhigen Architekturstudien in den Höfen.

 

Besonders spannend: die Kombination aus alten Steinoberflächen, wiederkehrenden Bögen/Arkaden und klaren Blickachsen.

Kurzer Austausch unter Vereinsmitgliedern – gemeinsam unterwegs, gemeinsam organisiert. Solche Gespräche machen die Reise genauso aus wie die besuchten Orte.


Pechmanns alte Öhlmühle - Handwerk trifft Hof-Motive

Der Stopp bei Pechmanns alter Ölmühle war fotografisch vor allem durch das urige Ambiente interessant. Innen- und Außenbereiche liefern starke Texturen, klare Formen und viele kleine Elemente, die sich gut als Detailshots umsetzen lassen.

 

Unsere Vereinsmitglieder haben bewusst mit Perspektive und Licht gearbeitet, um die Stimmung des Ortes sauber einzufangen. Dadurch entstand eine dokumentarische Bildstrecke mit Fokus auf Struktur und Umgebung.

 


Weingut Skoff - Sunset Sessions

Am Weingut Skoff haben wir die Abendstimmung genutzt, um verschiedene Sonnenuntergänge fotografisch festzuhalten. Besonders spannend war der direkte Vergleich: gleiche Umgebung, aber unterschiedliche Ergebnisse durch Standpunkt, Brennweite und Bildausschnitt. In der Gruppe konnten wir Motive schnell „durchspielen“ – von der klassischen Weitwinkel-Landschaft bis zu verdichteten Tele-Perspektiven.

 

Je nach Wolken und Lichtkante hat sich die Szene laufend verändert, wodurch mehrere Varianten innerhalb kurzer Zeit entstanden. Ein idealer Abschluss, um das Thema Licht lesen praktisch zu üben.

 

Hier haben unsere Vereinsmitglieder vor allem die Zubereitung von Kastanien als kleine Reportage festgehalten – vom Vorbereiten bis zum fertigen Ergebnis. Die Szene eignet sich gut, um Arbeitsabläufe in einzelnen Schritten zu zeigen und dabei bewusst auf Hände, Werkzeug und Details zu achten

 

Kurz anhalten, durchatmen, ein Motiv mitnehmen – so endet die Tour am Traunfall in Oberösterreich mit einem letzten, starken Natur-Spot.

Dieses Gruppenselfie ist unser letzter gemeinsamer Schnappschuss der Reise – ein kurzer Moment, der trotzdem alles zusammenfasst. Man sieht die gute Stimmung, die vielen geteilten Eindrücke und den Zusammenhalt, der unterwegs gewachsen ist. Ein schöner Abschluss, bevor jede:r mit eigenen Bildern im Gepäck wieder heimwärts fährt.

Zum Abschluss bleibt vor allem eines: eine Fotoreise, die uns als Gruppe nicht nur an viele spannende Orte geführt hat, sondern auch fotografisch weitergebracht hat – durch neue Motive, neue Blickwinkel und den gemeinsamen Austausch. Aus einzelnen Stationen wurde eine zusammenhängende Bildgeschichte, die in den Collagen und Momentaufnahmen weiterlebt.

 

Danke an alle Teilnehmer:innen für die gute Stimmung, das Miteinander und die vielen kleinen Tipps zwischendurch. Mit vollen Speicherkarten und vielen Erinnerungen schließen wir diese Dokumentation – und freuen uns schon auf die nächste gemeinsame Tour.